der Weg der Genesung

…ein weiterer Tag mit langen Bettzeiten…

Ich habe wieder Bestrahlung genossen und Medikamente wirken lassen. Wenigstens konnte ich am Tag ungestört schlafen.

Wie zum Ausgleich ergab sich am Abend ein langes Gespräch mit Chris, wir saßen zu sechst an einem großen runden Tisch im hinteren, recht ruhigen Bereich im Restaurant des Hotels und redeten gut zwei Stunden intensiv… …bei diesen Gesprächen will ich immer genauestens mitbekommen, wie sich die jeweilige Kommunikation aufbaut, wie sie sich entwickelt, welche Ansätze zu Grunde liegen, wo und wie Impulse gesetzt werden. Und will mir dann selbstverständlich auch noch die wichtigen Inhalte merken. Was passiert? Überforderung! 😉 Aber *das* habe ich zumindest schon gelernt: daß wir mit einem Vielfachen überfordert werden, so bleibt immer noch jede Menge Verständnis, entscheidend ist dann das Begreifen, das Umsetzen und Anwenden.

Danach liefen wir zu fünft durch die Schwüle dieser Nacht in Arniston. Hier gibt es ganz moderne Häuser und welche, die auch als Fischerhaus in Wustrow stehen könnten: reetgedeckt und niedrig, alles wirkt wunderbar friedvoll… Direkt am Ozean liegt ein kleiner Fischereibetrieb. Übrigens stehen wir hier bereits am Indischen Ozean, das Wasser ist hier durch entsprechende Strömungen deutlich wärmer als das am Kap der guten Hoffnung. Unsere Guides, mit denen wir am Kap der Guten Hoffnung waren, lächelten allerdings nur milde über diese „krümelige“ Definition der Grenze zwischen Atlantik und Indischem Ozean. Es ist eben doch EIN Weltenmeer.

Der Weg der Genesung ist für mich auch gerade ganz spannend erlebbar: ​da ist die Erschöpfung, die mir zu schaffen macht, wobei es natürlich auf keinen Fall irgendwelche Parallelen zum Phänomen „Männerschnupfen“ gibt (und ich habe ja hier auch keinen Schnupfen;), die Freude über jede Besserung des Befindens und wie heute Nachmittag, das einschießende Bewußtsein, daß das Momentum der Heilung vom eigenen Geist gesetzt wird…


Arniston, Reise, Südafrika, TrainerTrack


Kyerim

Geboren an der See, studiert in Weimar, gelandet in Dresden.

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